Entwirf deinen Reiseplan im großen — und laß dich im einzelnen von der bunten Stunde treiben.
Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt — sieh sie dir an.
Niemand hat heute ein so vollkommenes Weltbild, daß er alles verstehen und würdigen kann: hab den Mut, zu sagen, daß du von einer Sache nichts verstehst. Nimm die kleinen Schwierigkeiten der Reise nicht so wichtig; bleibst du einmal auf einer Zwischenstation sitzen, dann freu dich, daß du am Leben bist, sieh dir die Hühner an und die ernsthaften Ziegen, und mach einen kleinen Schwatz mit dem Mann im Zigarrenladen. Entspanne dich. Laß das Steuer los. Trudele durch die Welt. Sie ist so schön: gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.
Schön langsam gehen mir die Wände aus: Gerade habe ich wunderhübsche Kunststücke bei Sandras “The art of confusion” Etsy Shop erstanden. “Beloved Poppy” in Rot kommt wohl ins Gästezimmer, “Letters from Nature 2″ könnte sich gut im Schlafzimmer machen.
Besonders gern mag ich den “Freudenfeuer”-”Engelsgleich”-Beloved-Shrine, der “in echt” noch viel detailverliebter und schöner ist, als auf den Fotos, und ganz sicher einen besonderen Ehrenplatz bekommen wird.
Außerdem bekommt Sandra meine ganz persönlichen Bonus-Sonderpunkte für die wunderhübsche Verpackung – sie hat sogar Extra-Lavendel mitgeschickt, falls “Lettes from Nature” mal bröseln sollten.
Übrigens: Ab dem 1.11. hat Sandra einen eigenen Shop unter www.theartofconfusion.com. Da gibt’s bestimmt noch mehr Spannendes zu entdecken! Bis dahin muss ich mir nur noch eine Wohnung mit noch mehr Wänden suchen, an denen ich die Schmuckstücke aufhängen kann.
Noch sehr ungewohnt: Gestern bin ich erbraunt. Nach langen blondgesträhnten Jahren war es dringend Zeit für einen neuen Look – und wenn schon, denn schon, dann gleich richtig dunkel.
Damit die Experimentierfreude nicht gleich wieder nachlässt, habe ich mir außerdem noch den neuen Braun Satinstyler Lockenstab gegönnt – und bin jetzt schon schwer begeistert von diesem Wunderwerk der Technik.
Den einzigen Lockenstab, den ich in meinem Leben bisher benutzt hatte, war nämlich aus den 30er Jahren, aus Metall und noch von Oma. Mit diesem altertümlichen Ding bin ich in meiner Jugend meinen Haaren zu Leibe gerückt – und ich erinnnere mich noch gut an das knisternde Geräusch, wenn die aufgedrehten Strähnen deutlich hörbar verbrutzelten, fies abgeknickte Spitzen, verbrannte Finger und vor allem ein einstündiges Gefummele, bis ich mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden war.
Umso toller war der erste Test mit meinem neuen Zauberstab – der ist aus Keramik, in nicht mal einer Minute startbereit und produziert engelsgleiche Locken ohne abgeknickte Spitzen. Gleich verliebt habe ich mich in die “Satin Ion Funktion” gegen statisch aufgeladene Haare. Einmal auf den entsprechenden Knopf gedrückt, lockt sich das Haar nicht nur wunderhübsch sondern glänzt dazu auch noch seidig. Ganz großes Kino! Außerdem geht das Locken wirklich fix – pro Strähne 5 Sekunden und schon kann’s Weitergehen. Jetzt müsste ich nur wieder erblonden – dann könnte ich als Goldlöckchen die Welt erobern.
ist mir per Stöckchen von Christian zugeworfen worden. Und, mein Lieber, das wirst du büßen. Weil
1. das ist der aufwändigste Blogbeitrag, den ich je verfasst habe
2. es bricht mir fast das Herz, mich auf 10 (!) Songs beschränken zu müssen
3. ich bin schon nach dem Reinhören in die ersten paar Songs fürchterlich wehmütig
4. ich muss nach der Recherche der ersten Songs jetzt unbedingt auf das Glastonbury Festival nächstes Jahr
Aber immerhin habe ich mir erst vor 2 Stunden Karten für die erst vor 2 Stunden und 9 Minuten angekündigte Bette Frost Tour gekauft, von daher also musikalisch doch alles im Rahmen. Deswegen hier also – taraa – ein Mini-Abriss meines musikalischen Lebens.
1. Sandra – Everlasting love
Jöha, da kamen meine ersten semiprofessionellen Präsentationskünste und der extrem hohe Anspruch an Setdesign zum Tragen: Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich, im Klassenzimmer in meiner Grundschule bei einer kleinen Mini-Playback-Show meine zwei Mitschülerinnen Nina und Saskia so lange knechtete, zu meinem Auftritt Seifenblasen in den Raum zu pusten, bis sie beide hyperventilierend auf dem Boden zusammen klappten. Aber hey, das Showbusiness ist eben hart.
2. Udo Jürgens – Ich weiß was ich will
Immer noch: Hammer, hammer, hammer. Generell: Ganz viel von Udo Jürgens ist ganz großes Kino. Das hier habe ich mal ausgewählt, weil es mich auch sehr mit meiner Schwester verbindet – mit der ich viele lustige Lieder geteilt habe (ein anderer Klassiker von uns: “Das bisschen Haushalt”, gerne auch gehört: “Kornblumen”) Und weil ich dieses Lied mit ihr heute noch im Auto mitgrölen kann und es nicht mal auf ihrer Hochzeit gefehlt hat: Hier mit dicker Widmung an dich, Schwesterherz!
[myvideo 1320138]
3. Aha – Take on me
War mit ziemlicher Sicherheit das erste Musikvideo, das ich gesehen habe. Und herrgott, war ich verknallt.
4. Megavier – Genug ist genug
Mehr muss man dazu wohl auch nicht sagen.
5. Lou Reed – Perfect Day
Auch hier ein Tribut, diesmal an einen unglaublich spannenden Freund, durch den ich zauberische Autofahrten übers Land, ein uraltes Postauto auf einem verrotteten Parkplatz, den zugemülltesten Fußboden der ganzen Welt, asiatische Architektur und die Schönheit eines Autoscheinwerfers auf einem Kornfeld entdeckt habe. Und die wichtigste Lektion überhaupt: Dass man tatsächlich mit einem Mann befreundet sein kann – ohne verliebt sein zu müssen.
6. Pachelbel – Kanon in D-Dur
Das erste Mal habe ich ihn nach einem wilden Fest gehört, als wir alle noch verkatert in der Wohnung rumhingen und die halbe Münchner Innenstadt durch die offenen Fenster beschallten. Und der Kanon hat mich einfach umgepustet. Tränen sind gekullert und ich habe beschlossen: Sollte ich mal heiraten, läuft dieses Stück. Dummerweise habe ich später festgestellt, dass in fast jedem amerikanischen Film der Kanon läuft, wenn eine Braut zum Altar läuft. Blöd, das. Trotzdem: Viel Gänsehaut!
7. Buddy vs. DJ the Wave – Ab in den Süden
Großartig, großartiger, jedes Jahr wieder wunderbar um sich auf das schönste Fest der Welt einzustimmen. Perfekt zum Anstoßen, den Italienern tief in die Augen zu schauen, eine Brezn vom versifften Tisch zu klauben, betrunken nach Hause zu wanken. Herzzerreißend traurig, wenn man es in diesem Jahr nicht nach München schafft. So wie dieses Jahr – deswegen habe ich besser mal nicht reingehört.
8. Wir sind Helden – Die Zeit heilt alle Wunder
Fürchterlicher, ewig dauernder Liebeskummer, die Angst, zu vergessen – und ein großes Lied.
9. Fettes Brot – Ghostbusters’ Nordish by nature
Grandiosestes Finale beim Stadtpark Open Air (bei youtube nur in außerstädtischer Version vorhanden, aber der Track bleibt ja der Gleiche). Fettes Brot, lasst uns zusammen alt werden – ich bin euer, für immer!
10. Fratellis – Flathead
Bringt mich aktuell morgens in die Agentur, bringt mich zum quer-durch-die-Wohnung-tanzen, bringt mir gute Laune – wird hiermit in den Soundtrack meines Lebens aufgenommen.
Und weil man nie zu viel Zeit mit toller Musik und ein bisschen wehmütigem Rückblick verbringen kann, werfe ich das Stöckchen weiter an Hanna, Christoph und die Pudri Mädels.
Ok, das mit dem Blut ist ein bisschen dick aufgetragen aber geschwollen, weh und müde sind sie immer noch.
Dieses Wochenende war wieder Hamburger Design Festival und nachdem ich mich letztes Jahr durch die Eppendorfer, Karoviertel und Schanzenläden geschlagen hatte, war dieses Jahr Ottensen dran – herrgott, das waren Distanzen.
Lustig fand ich die Schatzsuche bei Eiga Design, bei der geheime Schätze von über 90 teilnehmenden Designern, Künstlern & Co präsentiert wurden.Sehr praktisch das, denn 400 Teilnehmer und 143 Veranstaltungen sind halt sowieso nicht machbar, da ist eine Ansammlung von ein paar Highlights ein prima Service.
Ein bisschen teuer aber schön die Möbel aus Holzresten und vor allem das “Kinder”auto des Holländers Piet Hein Eek bei Birgit Lakke Einrichten.
Gleich daneben: Sehr hübsche, individuell handgefertige Stempel und hochwertige Papierwaren beim Dünhölter.Stempelwerk. Ansonsten gesehen: Viel grüne Oliven (scheinen der Catering-Trend HW 07/08 zu sein).
Mein neuer “Kiss, kiss” Lippenstift von Guerlain und ich – wir üben noch. Und zwar für den 40er Jahre Look.
Eigentlich finde ich diesen Look ja absolut hinreißend….
Aber für jemanden wie mich, der sonst nie Lippenstift trägt, sind so knallrote Lippen erstmal extrem ungewohnt. Hey, dann trägt eben einstweilen erst mal der Spiegel knallrot.
Und “Kiss, kiss” und ich, wir gewöhnen uns langsam aneinander.
Beim Wort “Handpflege” muss ich immer an Frau Tuffi, Geschirrspülmittel und ein Nagelfeile denken, die für mich als Kind eher wie ein Löffelbisquit aussah. Dabei ist so eine Maniküre doch ein wunderbarer Mini-Luxus. Und weil mal wieder Wochenende und damit Zeit für ein bisschen Verwöhnen war, habe ich deswegen dieses schöne Set geshoppt- Handpeeling, Handserum und Handcreme.
Am schwierigsten fand ich natürlich mal wieder das Stillsitzen während der Einwirkzeit für die Handmaske – aber danach waren meine Hände wirklich superweich, ein schönes Verwöhngefühl und sehr empfehlenswert. Kontakt: www.clairefisher.de
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